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Passangelegenheiten

25.04.2018 - Artikel

Seit dem 1. November 2007 müssen in deutschen elektronischen Reisepässen (ePässe mit bordeauxrotem Einband) auch Fingerabdrücke auf einem Chip gespeichert werden. Dies hat zur Folge, dass jeder Antragsteller persönlich bei der Passbehörde vorsprechen muss. Passbehörden im Ausland sind Botschaften und Generalkonsulate.

Zuständig für die Passausstellung im Ausland ist diejenige deutsche Auslandsvertretung, in deren Amtsbezirk Sie sich dauerhaft aufhalten.

Wenn Sie aus Deutschland ins Ausland verzogen sind, müssen Sie bei der Beantragung des Passes in der Regel eine Abmeldebescheinigung der letzten deutschen Wohnsitzgemeinde vorlegen.

Aufgrund europäischer Vorgaben ergibt sich im deutschen Passrecht eine wichtige Änderung: Ab dem 26. Juni 2012 sind Kindereinträge im  Reisepass der Eltern ungültig und berechtigen das Kind nicht mehr zum Grenzübertritt. Somit müssen ab diesem Tag alle Kinder (ab Geburt) bei Reisen ins Ausland über ein eigenes Reisedokument verfügen. Für die Eltern als Passinhaber bleibt das Dokument dagegen uneingeschränkt gültig. Das Bundesinnenministerium empfiehlt den von der Änderung betroffenen Eltern, bei geplanten Auslandsreisen rechtzeitig neue Reisedokumente für die Kinder bei ihrer zuständigen Passbehörde zu beantragen. Als Reisedokumente für Kinder stehen Kinderreisepässe, Reisepässe und - je nach Reiseziel - Personalausweise zur Verfügung.

Pässe müssen in der Auslandsvertretung grundsätzlich persönlich und schriftlich beantragt und dort abgeholt werden. Das persönliche Erscheinen der Antragsteller bei der Passbehörde ist zur elektronischen Fingerabdruckerfassung und zum Zwecke einer sicheren Identifizierung erforderlich. Eine Vertretung durch einen Bevollmächtigten scheidet damit regelmäßig aus. Ausnahmen können lediglich bei Krankheit oder Gebrechlichkeit zugelassen werden; in diesen Fällen können jedoch nur vorläufige Passdokumente beantragt werden, die eine maximale Gültigkeitsdauer von einem Jahr besitzen und nicht zur visumfreien Einreise in die USA berechtigen.

Antragsformulare finden Sie hier. Mit dem Antrag sind zwei aktuelle biometrische Passbilder abzugeben.


Passbeantragung bei der Botschaft Khartum

Terminvereinbarung

Bitte vereinbaren Sie hier einen Termin zur Passbeantragung:
Elektronisches Terminvergabesystem

Gebühren

Die Grundgebühr für den elektronischen Reisepass (ePass) beträgt für Antragsteller ab 24 Jahren 59 Euro und für Antragsteller unter 24 Jahren 37,50 Euro. Die Gebühr erhöht sich im Einzelfall, beispielsweise wenn

    der Pass im Ausland bei einer deutschen Auslandsvertretung beantragt wird,
    der Pass bei einer örtlich unzuständigen Passbehörde beantragt wird,
    der Reisepass im Expressverfahren beantragt wird,
    der Reisepass mit 48 Seiten (statt der üblichen 32 Seiten) beantragt wird,
    die Pass(ersatz)ausstellung auf Veranlassung des Passbewerbers außerhalb der Dienstzeiten erfolgt.

Auslagen für Fernsprech- und Portokosten werden zusätzlich zu den Gebühren erhoben.

Da die Gebühren in Landeswährung erhoben werden, können Schwankungen durch sich ändernde Umrechnungskurse eintreten.

Bearbeitungsdauer

ePässe werden für alle Passbehörden zentral von der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt und per Kurier an die Auslandsvertretung geschickt. Deshalb liegen zwischen Antragstellung und Aushändigung mehrere Wochen. Eine rechtzeitige Antragstellung wird dringend empfohlen. Um im Interesse aller Antragsteller eine reibungslose und zügige Bearbeitung ihrer Anträge zu gewährleisten, möchten wir Sie bitten, von Nachfragen zum Bearbeitungsstand abzusehen. Wie Sie sicherlich nachvollziehen können, führt jede einzelne Nachfrage zu einer Unterbrechung der Arbeitsabläufe und somit kumulativ zu erheblichen Verzögerungen.

Wir danken für Ihr freundliches Verständnis!

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