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Sudan: Beziehungen zu Deutschland

20.04.2022 - Artikel

Deutschland, das Sudan als erstes Land nach der Unabhängigkeit 1956 anerkannte, wird in Sudan großes Vertrauen entgegengebracht. Die vermittelnde Rolle Deutschlands in den innersudanesischen Konflikten sowie das langjährige Engagement in Wissenschaft und Kultur werden sehr geschätzt.

Schon sehr früh engagierte sich die Bundesregierung, um den demokratischen Wandel in Sudan zu unterstützen. So reisten u.a. der damalige Außenminister Maas und Bundespräsident Steinmeier nach Bildung der zivilen Übergangsregierung im September 2019 nach Sudan. Die im Juni 2020 von Deutschland ausgerichtete Sudan Partnerschaftskonferenz zur politischen und finanziellen Unterstützung der Transition mobilisierte Mittel i.H.v. 1,8 Mrd. USD und war ein wichtiger Erfolg für die Partnerschaft zwischen Sudan und seinen internationalen Partnern.  Deutschland beteiligte sich am Entschuldungsprozess im Rahmen des Pariser Clubs und nahm die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Sudan wieder auf.

Als Reaktion auf den Militärputsch vom 25. Oktober 2021 hat die Bundesregierung ihre Unterstützung für die seither amtierende sudanesische Regierung sowohl im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit als auch auf multilateraler Ebene pausiert. Gleichzeitig setzt Deutschland seine Unterstützung für die sudanesische Bevölkerung fort. So hat Deutschland 2021 humanitäre Hilfe in Höhe von rund 40 Mio. Euro für notleidende Menschen in Sudan bereitgestellt.

Während der Mitgliedschaft im VN-Sicherheitsrat 2019/2020 hat Deutschland daran mitgewirkt die politische Mission UNITAMS (United Nations Integrated Transition Assistance Mission in Sudan) ins Leben zu rufen. Leiter der Mission ist ein Deutscher, Prof. Dr. Volker Perthes. Seit Januar 2021 begleitet UNITAMS den Friedensprozess und demokratischen Wandel in Sudan. Deutschland entsendet Polizistinnen und Polizisten in die Mission und unterstützt die Mission finanziell.

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