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Sudan: Politisches Porträt

20.04.2022 - Artikel

Nach Sturz von Sudans Ex-Präsident Baschir im April 2019 und Bildung einer zivil-geführten Übergangsregierung im August 2019 wurden erste Fortschritte im Transitionsprozess erreicht. Zu den Prioritäten der Übergangsregierung gehörten u.a. Reformen, um die Wirtschaftskrise zu überwinden und den Entschuldungsprozess abzuschließen. Ein Friedensabkommen mit bewaffneten Gruppierungen, das im Oktober 2020 in Dschuba geschlossen wurde, war ein wichtiger Schritt, dem sich jedoch noch nicht alle Konfliktparteien angeschlossen haben.

Am 25. Oktober 2021 übernahm das Militär unter General al-Burhan nach einem Putsch die Macht. Als Reaktion auf den Putsch kommt es seither zu Demonstrationen der Bevölkerung in weiten Teilen des Landes.

Aufgrund des Militärputsches verschlechterten sich die Menschenrechtslage in Sudan ebenso wie die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes. Auch die humanitäre Lage ist schwierig. Neben ca. 3 Millionen Binnenvertriebenen, hauptsächlich in der Region Darfur, leben rund 1,1 Millionen Flüchtlinge im Land.

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