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Sudan: Politisches Porträt

27.09.2022 - Artikel

Nach dem Sturz von Sudans Ex-Präsident Baschir im April 2019 und der Bildung einer zivil-geführten Übergangsregierung im August 2019 wurden erste Fortschritte im demokratischen Transitionsprozess erreicht. Die Übergangsregierung stieß Reformen an, um die Wirtschaftskrise zu überwinden und Schulden abzubauen. Im Oktober 2020 schloss ein großer Teil der Konfliktparteien ein wichtiges Friedensabkommen in Dschuba.

Dieser Reformkurs wurde durch die Machtübernahme des Militärs unter General Burhan am 25. Oktober 2021 gestoppt. Als Reaktion darauf kommt es seither in weiten Teilen des Landes zu Demonstrationen, häufig mit gewalttätigen Zwischenfällen. In den letzten Monaten wurden mehrere Initiativen aus der Zivilgesellschaft ins Leben gerufen, um den politischen Stillstand im Land zu überwinden.

Aufgrund des Militärputsches verschlechterten sich die Menschenrechtssituation und die wirtschaftliche und soziale Lage. Auch gewaltsame Konflikte flammten wieder auf. Etwa 3,7 Millionen Binnenvertriebene und rund 1,14 Millionen Flüchtlinge leben in Sudan, die meisten kommen aus Südsudan (70%), gefolgt von Eritrea und Äthiopien.

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