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Kultur und Bildung

21.12.2017 - Artikel

Stand: Dezember 2017

Kulturpolitik

Koloniales Erbe, Bürgerkriege, Militärputsche und verbreitete Armut beeinflussen die kulturelle Identität und Entwicklung des Landes. Es besteht eine Kluft zwischen dem arabisch-islamisch dominierten Norden und dem afrikanisch geprägten Süden. Das öffentliche kulturelle Leben hat sich von der Machtübernahme des islamistischen Regimes in den 90er Jahren nicht erholt. Das landesweite Kulturangebot im Sinne von Theatervorstellungen, Konzerten, Ausstellungen oder Festivals ist sehr beschränkt. Trotzdem organisiert sich in den größeren Städten in privater Initiative ein aktives Kulturleben.

In Khartum sind die Kulturinstitute Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands wichtige Säulen der kulturellen Landschaft.

Bildungspolitik

Die Bildungspolitik nimmt keinen herausragenden Stellenwert in der Gesamtpolitik ein. Bildung, Wissenschaft und Forschung leiden unter Ressourcenknappheit, Beschränkung der bürgerlichen Freiheiten und einer schwachen Zivilgesellschaft. Schulbildung wird grundsätzlich kostenfrei vom Staat angeboten, de facto aber nicht flächendeckend. In den letzten Jahren sind mehr private Schulen entstanden. Im Süden des Landes ist die Bildungssituation besonders prekär.

Einige der in Sudan existierenden öffentlichen und privaten Hochschulen erreichen Mittelfeldplätze im internationalen Universitätsranking (darunter die Afhad University for Women). Dennoch sind junge Sudanesen oftmals bestrebt, ihr Hochschulstudium im (westlichen) Ausland zu absolvieren.

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